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logo_bayernparteiLandshut. Weder Sand noch Schnee unter den Schuhen knirscht so laut und heftig, wie die Spannungen derzeit im Kreisverband der Landshuter Bayernpartei. Ein auf die Mitgliederbasis bezogener drastischer Mitgliederschwund der letzten Monate und die lähmende Inaktivität des Ortsvereins führten zum Unmut zahlreicher Mitglieder. Wie in vielen solcher Fälle und nicht nur bayernparteitypisch, so bahnt sich auch in Landshut für heute Abend eine Art „Palastrevolution“ an.

An Lebensjahren und Parteizugehörigkeit junge und alte Mitglieder scharen sich bereits seit Sommer um ihren neuen Hoffnungsträger Stephan Bomm. Der erst heuer zum stellvertretenden Bezirksvorsitzenden in Niederbayern aufgestiegene Landshuter versuchte, der in der Niederbayernmetropole am Boden liegenden Parteileiche neues Leben einzuhauchen. Er organisierte – in vielen Fällen auch in Zusammenarbeit mit dem BP-Kreisverband Landshut-Land – Werbestände in Landshuts Zentrum; offene Stammtisch-Runden in der Stadt und im Umland, versuchte vergeblich neue Themen in die innerparteiliche Diskussion einzubringen. Geholfen hat es wenig: immer mehr Parteifreunde aus der Stadt kehrten der Bayernpartei vorerst den Rücken.

Die Hinweise auf die Ursache dieser Entwicklung waren nicht nur für die verbliebenen Unzufriedenen schnell ausgemacht, sie wurde von einem Teil der scheidenden Mitglieder offen angesprochen: Robert Neuhauser, Stadtrat der Bayernpartei und jedenfalls bis heute Abend Chef des Ortsvereins, hatte sich den Unmut eines Großteils der Landshuter Parteibasis zugezogen. Der Vorwurf lautet neben zu passiver Gestaltung des Parteilebens vor allem eine politische Profilschärfung der Partei bisher in der Stadt bewußt ausgelassen zu haben. Man macht Neuhasuer an einem Teil der Basis den Vorwurf, sich zu egoistisch mit Blick auf die nächsten Wahlen zu verhalten, eher wie ein Feudalherr zu agieren und neben sich keine weiteren potentiellen Kandidaten zu dulden. Sei es nun aus den eigenen Reihen oder von außen – wo auch immer die herkommen würden.

Für seine parteiinternen Kritiker ist Robert Neuhauser inzwischen das Paradebeispiel für Inaktivität und politischer Profillosigkeit seines Ortsverbandes. Heute Abend treffen sich die Bayernparteiler zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung. Wie zu vernehmen war, auf Beschluß des Kreisvorsitzenden Neuhauser in nichtöffentlichem Rahmen in Räumen an der Maybachstraße. Er will offenkundig den Deckel auf dem brodelnden Kessel halten und von dem anstehenden Krach nichts nach außen dringen lassen. Robert Neuhauser oder Stephan Bomm – wer es bis heute Abend schafft, die meisten neuen Mitglieder anzuwerben und hinter sich zu bringen und sie vor allen Dingen auch zur Teilnahme an der Versammlung zu bewegen, dürfte wohl das Rennen um den Vorsitz im Bayernpartei-Ortsverein Landshut machen. Wenn es nach dieser Jahreshauptversammlung einen solchen überhaupt noch gibt. Die Nerven und Emotionen in beiden Lagern sind zum Zerreißen angespannt…

Nachtrag 6. Dezember 2016:

Auf Grund dieses Beitrages und dem folgenden „Mia san a Partei und koa boarischer Ku-Klux-Clan“! meldete sich der BP-Kreisvorsitzende für Landshut-Stadt Robert Neuhauser auf Facebook mit mehreren Kommentaren zu Wort. Da es sich hierbei um Stellungnahmen handelt, die durchaus geeignet sind, Einfluß auf die Entwicklung der Bayernpartei in Landshut zu nehmen, veröffentlichen wir die Kommentare auch an dieser Stelle, damit unsere Leser, die nicht über ein Facebookkonto verfügen und die Debatte dort nicht verfolgen können, sich ebenfalls ein vollständiges Bild machen und gegebenenfalls aktiv an der Diskussion beteiligen können (bitte beachten Sie bei einer Kommentierung unsere Regeln zur Registratur).

 

2 comments on “Quo vadis Bayernpartei Landshut?

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Robert Neuhauser on 6. Dezember 2016 6:52

schrieb am 2. Dezember um 17:33 auf Facebook unter der Beitragsvorschau hierzu folgenden Kommentar:

„So einen Blödsinn kann nur jemand schreiben der nur eine Meinung kennt. Jede vernünftige Redaktion hört sich auch die andere Seite an.“

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Max Flügel on 6. Dezember 2016 7:00

Der Redakteur antwortete auf diesen Kommentar am 3. Dezember um 19:39:

„Das Ihnen das nicht gefallen wird, war klar Herr Neuhauser. Was glauben Sie wohl, wie sich die Geschichte lesen würde, wenn ich den ganzen „Blödsinn“ berichtet hätte, von dem ich im Vorfeld der JHV wußte und was man unterm Jahr so alles mitbekommt. (nicht von der „einen Seite“, die sie vermuten!) Ich denke mal, Ihnen würden die Augen tränen. Und kaum zu glauben, auch noch ohne mir ihre Variante angehört zu haben, die – und das bleibt Ihnen unbenommen – gerne ebenfalls dargestellt werden kann. Es liegt ja an Ihnen, ob Sie den Kontakt zur Redaktion suchen oder es lieber so handhaben wie in den letzten Jahren. Ihre Meinung und Ihre Ansichten werden gerne zum Besten gegeben, auch wenn sie nicht mit unserer Sicht der Dinge übereinstimmen sollten. Aber nachlaufen, tun wir Ihren Informationen nicht… Warum berichten Sie nicht über das Ergebnis der Vorstandswahl? Haben Sie noch keine Zeit gefunden, die wahren Vorgänge in pressetaugliche Worte zu fassen? Das reine Ergebnis hätte gereicht. Mehr aus Ihrer Feder ist nach der „Nichtöffentlichen“ aus meiner Sicht ohnehin nicht mehr glaubhaft. Im Übrigen Herr Neuhauser, verschaffe ich mir gerne ein eigenes Bild von den Ereignissen, was Sie ja zur JHV grandios verhindert haben. Ich empfehle daher unseren Beitrag „Mia san a Partei und koa boarischer Ku-Klux-Clan“! Und ich kann Ihnen versichern, ich habe noch nicht aufgehört zu graben. Ja ich bin regelrecht neugierig darauf, welchen Blödsinn ich da noch allen ausgraben werde.“

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